Camille Poul

Sopran

Camille Poul begann ihre musikalische Laufbahn im Kindesalter als Solistin im Chorale de Seine Maritime. Erste Musiktheatererfahrung sammelte sie an der Opéra de Rouen in Produktionen von „Die Zauberflöte”, „Carmen”, „La Bohème” und „Tosca”. Ihr Gesangsstudium mit einem Schwerpunkt auf Barockgesang absolvierte die Sopranistin am Pariser Conservatoire. Ihre Lehrer waren Alain Buet, Leontina Vǎduva, Jean-Louis Dumoulin und Buddug Verona James, Meisterklassen besuchte sie bei René Jacobs und David Jones. Darüber hinaus war sie Mitglied der Akademie des Festivals von Aix-en-Provence. Aktuell vertieft sie ihre Studien bei Annick Massis und Agnès de Brunhoff.

Auf der Opernbühne sang Camille Poul unter anderem Partien wie Mozarts Susanna (Le Nozze di Figaro) an der Compiègne Opera, Pamina, Erste Dame und Papagena (Die Zauberflöte) in Dijon, Caen, Limoges, Vichy und Saint Etienne, Zerlina (Don Giovanni) in Dijon, Adelanta (Xerse, Cavalli) in Lille, Caen und am Theater an der Wien, die einzige Partie aus La Voix Humaine (Poulenc) in Lille, l’Enfant (l’enfant et les sortilèges) in Stuttgart und Monaco, Cimarosas Carolina (II matrimonio segreto) und Rossinis Cerere (Le nozze di Teti, e di Peleo) in Rennes, Purcells Belinda (Dido and Aeneas) an der Opèra Royal de Versailles, Monteverdis Amore und Damigella (L’incoronazione di Poppea) an den Opernhäusern von Lille und Dijon, Lullys Amour (Cadmus et Hermione) u. a. an der Opèra Comique Paris, am Grand Théâtre d’Aix en Provence und der Royal Opera Luxembourg sowie Grétrys Zémire (Zémire et Azor) ebenfalls an der Opéra Comique. In ihrem Repertoire finden sich weiters Partien wie Rosina (Il barbiere di Siviglia), Donizetti’s Rita, Osira (Zanaida, C.P.E. Bach), Ismene (Orpheus, Telemann), Urgande (Amadis, Lully), Amore (Orfeo ed Euridice) und Adele (Die Fledermaus) um nur einige zu nennen.

Camille Poul arbeitet regelmäßig mit Ensembles wie Les Talens Lyriques, Le Concert d’Astrée, Le Poème Harmonique, Academia Montis Regalis, Les Lunaisiens, Les Ambassadeurs, Akademie für alte Musik und dem Ricercar Consort zusammen. Zu ihren Partnern am Dirigentenpult zählen dabei Stephane Denève, Kazuki Yamaha, Christophe Rousset, Emmanuelle Haïm, Diego Fasolis, Jean-Christophe Spinosi, Hervé Niquet, Gérard Korsten, William Christie, und Giuseppe Grazzioli.

Als Konzertsängerin war Camille Poul in Händels „Messiah”, Bachs „Johannes-” und „Matthäuspassion”, Pergolesis „Stabat Mater”, Haydns „Missa brevis Sancti Joannis de Deo”, Couperins „Leçons de ténèbres” und in der Titelrolle von Caldaras Oratorium „Maddalena ai piedi di Cristo” zu erleben. Sie gastierte u. a. in der Philharmonie Paris, im Wien Konzerthaus und Musikverein, in der Liederhalle Stuttgart, im Concertgebouw Amsterdam, im Concertgebouw Brügge, in der Albert Hall Monaco und im Muziekcentrum Vredenburg in Utrecht und folgte der Einladung zu Festivals in Berkeley, Granada, La Roque d’Antheron, Ambronay, Festival Cervantino in Mexico, Palermo, Lissabon, Gent, Riga, Leipzig, Krakau und “La folle journée de Nantes”.

Zu den jüngsten Engagements Camille Pouls zählen außerdem die Partie Adelanta in Cavallis „Xerse” mit Le Concert d’Astrée unter Emmanuelle Haïm in Lille, Caen und am Theater an der Wien. Mit dem Ensemble Les Ambassadeurs unter Alexis Kossenko war sie auf einer Frankreich-Tournee als Susanna (Le nozze di Figaro) zu erleben. Ferner sang sie die Papagena (Die Zauberflöte) mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset in Limoges und Dijon und Maria Magdalena in Händels Oratorium „La Resurrezione” mit der Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone.

Die Diskographie der Künstlerin umfasst u. a. Monteverdis „L’incoronazione di Poppea”, „Cadmus et Hermione” und „Amadis” von Lully sowie Bellis „Orfeo dolente”. Ihr Album „La Julie”, eingespielt mit dem Ensemble Le Mercure unter Serge Saitta, enthält Arien von Michel de La Barre. Als CD erschien auch eine Produktion von Ravels „L’enfant et les sortilèges” mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter Stéphane Denève, in der Camille Poul die Titel-partie sang.

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Mag. Clemens Anton Klug
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